Juli 11, 2017

Interview mit Frédéric Lievens, Marketingleiter Rapsherbizide Dow AgroSciences – Die Umkrautbekämpfung im Raps

Die Unkrautbekämpfung im Raps erfolgt zwar weiterhin überwiegend im Vorauflauf, aber in den letzten beiden Kampagnen wurden zunehmend auch Nachauflaufbehandlungen durchgeführt. Frédéric Lievens erklärt uns, warum.

1. Wie hat sich der Rapsherbizidmarkt in den letzten Jahren entwickelt?

Seit einigen Jahren stagnierte der Anteil der Nachauflaufherbizide bei der Bekämpfung von dikotylen Unkräutern bei etwa 8-9 %. Das lag vor allem daran, dass es an Herbiziden dieser Art mangelte beziehungsweise dass die vorhandenen Herbizide ein zu enges Wirkungsspektrum aufwiesen. 2015 stieg der Anteil der Nachauflaufanwendungen mit der Einführung der neuen Herbizidlösung Ielo/Yago/Biwix(1) auf 21 % an. In einer einzigen Kampagne haben sich in Frankreich die Flächen, die mit einem Nachauflaufherbizid gegen dikotyle Unkräuter behandelt wurden, mehr als verdoppelt. Vom Herbst 2016 liegen noch keine Daten vor, aber es ist davon auszugehen, dass sich der Anteil der Nachauflaufbehandlungen noch weiter erhöht hat.

2. Was bedeutet diese starke Zunahme der Nachauflaufbehandlungen?

Sie spiegelt eine starke Marktnachfrage in diesem Segment wider. Die Landwirte interessierten sich von der ersten Kampagne an für diese neue Möglichkeit der Unkrautbekämpfung im Nachauflauf. Diese Zahlen deuten auch auf einen echten Bedarf hin, das derzeitige Angebot an Nachauflaufherbiziden auszubauen, die derzeit nicht in ausreichender Zahl angeboten werden und oft ein zu enges Wirkungsspektrum aufweisen. Als Ielo/Yago/Biwix(1) zugelassen wurde, hatten wir zahlreiche Anfragen vonseiten der Landwirte, und das zeigt, dass sie die Unkräuter mit den Vorauflauflösungen nicht komplett bekämpfen können und sich deshalb für den Nachauflauf interessieren, ja sogar bereit sind, ihre Praktiken zu ändern.

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